Diese Stadt lässt nicht los!

29Juni2015

Zum 25.Jüdischen Kulturfestival in Krakau wurde eine Kooperation zwischen den Veranstaltern, dem polnischen Architektur- und Stadtplanungsbüro BudCud und dem bayerischen Architekturbüro Steidl durch die Stiftung für Deutsch-Polnische Zusammenarbeit ermöglicht. Die von BudCud entwickelte Struktur wird zahlreiche Veranstaltungen während des Festivals beherbergen. Sie besteht aus drei Pavilions, deren Holzkonstruktion mit transparenten Trapez- und Holzwerkstoffplatten bekleidet sind und einer zentralen, überdachten Plattform.

Kwartał FKŻ

 

Tagsüber finden zum Beispiel Workshops mit Kindern oder Verträge statt;

Kwartał FKŻ

Abends entwickelt sich die Struktur zum Veranstaltungsort für Jung und Alt.

Eine Vorlesung über öffentlichen Raum und die Entstehung des Pavilions wurde von Agata Wozniczka von BudCud und Johannes Peter Steidl vom Architekturbüro Steidl am Samstag den 27.06.2015 gehalten.

Vortrag durch Johannes Peter Steidl Vortrag durch Johannes Peter Steidl Die Presse und Interessierte informieren sich

 

Johannes Peter Steidl und Agata Wozniczka

Ohne die Stiftung für Deutsch-Polnische Zusammenarbeit wäre diese Kooperation, der Pavilion und die unglaubliche Atmosphäre beim 25. Jüdischen Kulturfestival nicht möglich gewesen.

Gerne erinnert man sich zurück

29Juli2014

Zugegebenermaßen bin ich erstaunt, auf welch großes Interesse und Resonanz mein Blog und meine Erzählungen aus Krakau gestoßen sind. Noch immer landen täglich viele Besucher auf dieser Seite, um sich über Architektur&Krakau zu informieren.

Erst kürzlich hat auch das in Fachkreisen bekannte Architekturmagazin Baumeister über meine Erfahrungen berichtet. Hier der Link: http://www.baumeister.de/ab-nach-krakau/

 

Ab nach Krakau im Baumeister

Ab nach Krakau...und zurück

11März2014

Die letzten Wochen waren doch noch recht stressig in Krakau. Letzter Arbeitstag, Auszug aus der Wohnung, Übergabe etc. Da blieb leider auch der Blog auf der Strecke liegen. 

Lebe Wohl Krakauer Altbauwohnung, Lebe Wohl schöner Fußboden, dessen Knarzen gute Atmosphäre schuf und immer im Gedächtnis bleiben wird.

Fischgrätmuster

Kleinste Kirche Krakaus?

10März2014

Die Sankt Peter- und Paulskirche in Krakau liegt an der Grodzka-Straße zwischen Hauptplatz und Wawel. Ein Rätsel wird vielen Krakauer Kindern in der Grundschule gestellt: Warum ist diese Kirche die kleinste Kirche Krakaus?

Peter- und Paulskirche Krakau

Die Sankt Peter- und Paulskirche ist deshalb die kleinste Kirche Krakaus, weil nicht einmal die Heiligenstatuen in die Kirche passen :)

Größte Holzkirche in Kleinpolen

26Feb2014

Die angeblich größte Holzkirche Kleinpolens befindet sich süd-östlich von Tarnów in Skrzyszow und ist dem Hl. Stanislaw geweiht. Errichtet wurde sie im Jahre 1517.

Holzkirche Kleinpolen Skrzyszow

 

Holzkirche Kleinpolen Skrzyszow

Ein Hexagon als Sporthalle

25Feb2014

Diese Sporthalle fällt in der Straßenflucht durch ihre Fassade ins Auge. Sie steht in Tarnów, gegenüber dem Amphitheater der Stadt..

Sporthalle Tarnów

Reflexion - (noch) ohne Resultat?

24Feb2014

...und irgendwann ist sie da: Die letzte Woche in Krakau - das stimmt einen nachdenklich und lädt zum sinnieren ein...

Sinnieren

Gymnasium und Wohnheim des Pauliner Ordens

18Feb2014

Zu den Krakauer Architekturprojekten der Moderne muss man auch das Gymnasium und Wohnheim des Pauliner Ordens rechnen. Heute dient das Gebäude als höheres theologisches Seminar des Pauliner Ordens.

Gymnasium und Wohnheim des Pauliner Ordens

Es zählt zu den wichtigsten Schulgebäuden Krakaus und wurde in den Jahren 1933-1935 im Klostergarten der Pauliner errichtet. Entwerfender Architekt war Adolf Szyszko-Bohusz. Neben Klassen- und Büroräumen finden sich hier auch Wohnungen, eine Erholungshalle und zudem hinter den runden Fenstern im obersten Geschoss eine Kapelle wieder.

Gymnasium und Wohnheim des Pauliner Ordens

Bemerkenswert ist die Betonung der Horizontalen auf der einen Seite und der Vertikalen auf der anderen Fassade.

Gymnasium und Wohnheim des Pauliner Ordens

Das Rathaus in Tarnów

11Feb2014

Der Marktplatz in Tarnów ist umstanden mit vielen historischen Gebäuden, welche das mittelalterliche Stadtbild widerspiegeln. In der Mitte befindet sich das Rathaus der Stadt, welches im Stile der Gotik des 14. Jahrhunderts errichtet wurde und im 16. Jahrhundert im Stile der Renaissance Umbauten und Erweiterungen erfuhr. Eine Ähnlichkeit mit den Krakauer Tuchhallen ist nicht zu leugnen.

Rathaus Tarnów

 

Rathaus Tarnów

Spuren der Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts

10Feb2014

Kriegsfriedhöfe des 1. Weltkriegs

Auch den Spuren des 1. Weltkriegs sind wir auf dem Weg nach Tarnów begegnet. Diese Katastrophe, welche das alte Europa zerstörte und den Samen für den 2. Weltkrieg gelegt hatte jährt sich dieses Jahr zum 100. Mal. Zahlreiche Kriegerfriedhöfe sind hier zu finden, auf welchen Krieger der österreich-ungarischen, russischen und deutschen Armee begraben liegen. Meist sind diese Friedhöfe von Johann Watzal entworfen. Man hat das Gefühl die schlichte geometrische Gestaltung und rohe Ausführung der Friedhöfe mit Beton und Eisen spiegelt die Grausamkeit des Krieges wieder.

Kriegsfriedhöfe des 1. Weltkriegs   Kriegsfriedhöfe des 1. Weltkriegs

Amphitheater in Tarnow

10Feb2014

Über viele Jahre verfiel das Amphitheater in Tarnów in einen tiefen Schlaf. Letztes Jahr wurden Sicherungen und Teilabrüche durchgeführt. Ein Investor wollte nun das Amphitheater durch ein mehrgeschössiges Parkhaus ersetzten, was jedoch auf großen Widerstand in der Bevölkerung stieß. Wie auch immer handelt es sich bei der Bühnenüberdachung um eine schöne Betonkonstruktion.

Amphitheater Tarnów

Kirche des Hl. Erzengel Gabriel in Tarnów

09Feb2014

Kirche des Hl. Erzengel Gabriel in Tarnów

Kirche des Hl. Erzengel Gabriel in Tarnów

Kirche des Hl. Erzengel Gabriel in Tarnów

Etwas auswärts von Tarnów befindet sich die Kirche des Hl. Erzengel Gabriel. Die Fassade mit Ziegelmauerwerk und den rohen Betonelementen sticht sofort ins Auge. Wie sich mit dem Gespräch mit dem Messner heraustellte befindet sich die Kirche noch im Bau und ist daher auch außen noch unverputzt. Dank des Messners konnten wir auch in die inneren Kirchenräume. Voller Stolz wurde uns berichtet wie neu doch alles ist, und dass die Kirche sogar eine Fußbodenheizung haben wird.

Kirche des Hl. Erzengel Gabriel in Tarnów

Bunker Regelbau 674- Świniary

09Feb2014

Zufällig sind wir auf der Fahrt von Krakau nach Tarnów auf einen Bunker bei Świniary auf dem südlichen Weichselufer gestoßen. Recherchen ergaben das hier die Stellung A2 Merkur verlief, eine deutsche Verteidigungslinie, welche die Invasion der Roten Armee stoppen sollte. Errichtet wurden die Bunker ab Sommer 1944.

Bunker Regelbau 674- Świniary

Bunker Regelbau 674- Świniary

Auch Bunker gehören zur Architektur. Die sichtbare Materialiät des rohen Betons entwickelte sich in der Nachkriegszeit zum Brutalismus, der in den 60er Jahren seine Blütezeit erlebte. Grobe, rohe Formensprache, pure Materialität, gerne auch Abdrücke der Schalungsbretter als Textur im Beton ablesbar...so könnten die Bunker der Weltkriege als Vorläufer dieses Stils beschrieben werden.

Ein Mausoleum für einen Nationalhelden

08Feb2014

Der in der östlich von Krakau gelegenen Stadt Tarnów geborene General Józef Bem gilt als Nationalheld Polens, Ungarns und der Türkei. Er hatte an vielen Schlachten teilgenommen und gelangte über Umwege auch in die türkische Armee, weshalb er zum Islam konvertierte. Nach seinem Tod konnte aber sein Leichnam nicht auf dem katholischen Friedhof in seiner Heimatstadt beerdigt werden, weshalb man sich für die Errichtung eines angemessenen Grabmals im Strzelecki Park entschied. 

Grabmal Józef Bem Tarnów

Den Entwurf hierfür lieferte der Architekt Adolf Szyszko - Bohusz. Nachdem die Asche Bems aus Syrien nach Tarnów transportiert wurde, konnte im Sommer 1929 das Grabmal feierlich eröffnet werden. Die monumentale, neo-klassizistische Gestalt des Mausoleums fällt in die akademische Klassikbewegung der 20er Jahre, welche sich auch in anderen Werken Szyszko - Bohuszs spiegelt.

Grabmal Józef Bem Tarnów


Grabmal Józef Bem Tarnów  Grabmal Józef Bem Tarnów

Der Name des Generals wurde sowohl auf polnisch, ungarisch und, wie auf dem Detailbild zu erkennen auf türkisch auf den Sarkophag aufgetragen.

Auf nach Tarnow

08Feb2014

Heute gehts nach Tarnow, zum Grab des Generals Bem, entworfen von Adolf Szyszko-Bohusz und zur größten hölzernen Sakralarchitektur.

Architektur, wärme mich

07Feb2014

Architektur wärme mich

Im Notfall an dieser Stelle kräftig nach innen ziehen

04Feb2014

...es kommt einen ja schon hin und wieder zu Ohren, dass die Krakauer Trambahnen einst durch Münchens Straßen gefahren seien sollen. Auch die weiß-blaue Außengestaltung unterstreicht dieses Gerücht. Und dann findet man doch tatsächlich noch Beschriftungen auf Deutsch:

Münchner Tram in Krakau

Der Wawel - Burganlage im Luftbild

02Feb2014

Man kann noch soviel den Wawel fotographieren, in seiner Gesamtheit versteht man die Anlage am besten über ein Google Maps Luftbild.

Wawel

(Quelle: Google Maps)

Eiskalt, aber es wird wieder wärmer...

28Jan2014

Auch die Weichsel ist zugefroren...

Die Weichsel im Winter

...und bildet eindrucksvolle Texturen

Eis auf der Weichsel

 

Eis auf der Weichsel

 

Voller Spannung wird täglich der Wetterbericht verfolgt...

Es wird wärmer

...und plötzlich schneite es

22Jan2014

Winter in Krakau

Und plötzlich schneite es in der Nacht und schneite und schneite...und am Morgen schneite es noch weiter...

Winter in Krakau

Zu modern für das Weltbild der Nazis

21Jan2014

Adolf Szyszko-Bohusz war einer der wichigsten Architekten der Zwischenkriegszeit. Wesentlich trug er zum heutigen Erscheinungsbild des Wawels bei. Nach dem Studium in St. Petersburg und Tätigkeiten in Deutschland und Österreich-Ungarn wurde Szyszko-Bohusz 1913 ans Polytechnikum in Lemberg berufen. 1924 bis 1929 war er Rektor der Kunstakademie in Krakau, 1932-1939 Professor am Polytechnikum in Warschau. (Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Adolf_Szyszko-Bohusz )

Eines seiner größeren Werke ist auch folgendes Gebäude am Hauptplatz für die Versicherung "Feniks". Es wurde 1928 entworfen und zeigt Züge der Moderne und des Art-Deco.

Adolf Szyszko Bohusz

Diese moderne Architektursprache passte aber nicht in das nationalsozialistische Verständnis von Architektur, weshalb sich die Fassade einigen Veränderungen unterziehen musste. So wurde unter anderem das einfache Gesims zu einem Mansard-Dach umgebaut und die vertikalen Fassadenelemente mit ornamentalen Kapitellen ausgestattet.

Adolf Szyszko Bohusz

An der hinteren Fassade des Gebäudes kann man noch die ursprüngliche Fassade erkennen.

Plattenbauten

19Jan2014

Mag man auch Plattenbauten aus den Zeiten des Kommunismus verteufeln, eines lässt sich nicht bestreiten: Durch die Schaffung von hoher Einwohnerdichte und deren Situierung sowohl in ehemals zerstörten Stadtzentren oder am Rande von Altstädten sind sie hohe Frequenzbringer, sowohl in kleineren wie gößeren Städten. Diesbezüglich würde sich wohl jede mittelgroße Gemeinde in Bayern darüber freuen, eine belebte Innenstadt zu haben.

...auf dem Weg zurück über Brünn

04Jan2014

...der Weihnachtsurlaub in den Bergen ist vorbei und schon gehts auch wieder zurück nach Krakau. Diesmal nicht über die Nordroute, sondern die Südroute, über St.Pölten und Brünn.

Und in Brünn kommt man als architekturinteressierter Mensch natürlich nicht an der Villa Tugendhat vorbei, welche im Jahre 1930 fertiggestellt wurde. Noch heute stellt dieses Projekt von Mies van der Rohe den Maßstab zeitgemäßer Architektursprache und -gestaltung. Das Projekt lässt einen ins Nachdenken kommen, warum sich wohl in den letzten 80 Jahren in Sachen zeitgemäße Architektursprache nichts entwickelt hat...

Villa Tugendhat

Villa Tugendhat vom Garten aus

Wenn du die Ferne kennst, weißt du was Heimat ist!

19Dez2013

Seit dem 25.August 2013 sind nun fast vier Monate vergangen. Vier Monate "Gast sein" in Krakau, vier Monate getrennt von der geliebten Heimat. So schnell ist im Rückblick diese Zeit vergangen, voller guter Erfahrungen von denen man das ganze Leben noch zehren wird. Erlebnisse, die einen prägen werden. Nun ist der Auslandsaufenthalt zwar noch nicht ganz vorüber, doch ist das Heimfahren zu Weihnachten und die Zeit zuhause mit Sicherheit ein umso schöneres Erlebnis, das man anders wahrnehmen wird als die letzten Male.

Da versteht man dann erst, was die Textzeilen

"I'm driving home for Christmas
Oh, I can't wait to see those faces
I'm driving home for Christmas, yeah
Well, I'm moving down that line

And it's been so long
But I will be there
I sing this song
To pass the time away

Driving in my car

It's gonna take some time but I'll get there
Top to toe in tailbacks
Oh, I got red lights all around
But soon there'll be a freeway, yeah
Get my feet on holy ground"

, die alljährlich zur Weihnachtszeit aus den Radios trällern, wirklich bedeuten: Ankommen - und das auf vielen Ebenen. Wie sehr sich wohl Maria und Josef gefreut hatten, als sie den Stall gefunden hatten und dann angekommen waren.

Nordroute

Zu guter letzt ein Zitat aus Irgendwie und Sowieso:

"A Mensch hat a dahoam dass a weg geht und irgendwann wieder zruck kummt" (Sir Quickly)

In diesem Sinne Euch allen ein gesegnetes Weihnachtsfest!

Serie "Alltag im öffentlichen Raum": Grodzka (Burg) Straße

18Dez2013

Alltag auf Krakaus Straßen

Serie "Alltag im öffentlichen Raum": Sławkowska (Schneider) Straße

17Dez2013

Alltag auf Krakaus Straßen

Serie "Alltag im öffentlichen Raum": Platz der Hl. Maria Magdalena

17Dez2013

Alltag auf Krakaus Straßen

Serie "Alltag im öffentlichen Raum": Die Marienkirche

16Dez2013

Alltag auf Krakaus Straßen

Serie "Alltag im öffentlichen Raum": Rynek Główny - Der Hauptplatz

16Dez2013

Alltag auf Krakaus Straßen

Sichtbeton in der Krakauer Altstadt

15Dez2013

Galerie für Zeitgenössische Kunst

Der Kern der Krakauer Altstadt blieb viele Jahrhunderte lang vor großen Zerstörungen verschont, weshalb der Bestand meist über 100 Jahre alt ist. Umso außergewöhnlicher empfindet man dann am Szczespański Platz die Fassade der Galerie für Zeitgenössiche Kunst. Die reliefartige Sichtbetonfassaden mit hervortretenden eher horizontal orientierten Kuben stammt von einem Entwurf von Hajdecki Antoni aus dem Jahre 1965. Auch der geschwungene Betoneingang sticht aus den historischen Altstadtstrukturen deutlich heraus. Hier geht es zur Webseite der Galerie für Zeitgenössische Kunst.

Galerie für Zeitgenössische Kunst

Das Hotel Royal - Baukunst aus dem Jugendstil

15Dez2013

Das Hotel Royal befindet sich direkt gegenüber beziehungsweise unter dem Wawel. Das Gebäude stammt aus dem 19.Jahrhundert und zählt somit zu den ältesten Hotels in Krakau, zudem trägt es die Kennzeichen des Jugendstils. Während des Zweiten Weltkriegs lebten hier deutsche Soldaten, nach 1954 befand sich das Wehrbereichskommando Krakau im Gebäude.

Hotel Royal

Heute befindet sich neben dem Hotel auch die Gaststätte Pod Wawelem im Erdgeschoss des Gebäudes.

Hotel Royal und Pod Wawelem

Das Haus unter dem Globus in Krakau

14Dez2013

Als Haus unter dem Globus wird in Krakau das Gebäude des ehemaligen Sitzes der Industrie- und Handelskammer bezeichnet. Es wurde nach Entwürfen von Francis Mączyński und Tadeusz Stryjeński in den Jahren 1904-1906 erbaut und zählt zu den interessantesten Architekturbeispielen der frühen Moderne. An einer Ecke des Ziegelbaus sitzt ein Turm, dessen Pyramidendach ein Globus ziert.

Haus unter dem Globus in Krakau

Das Volkstheater in Nowa Huta

09Dez2013

Eröffnet am 3.Dezember 1955 zählt das Volkstheater in Nowa Huta an der Schnittstelle zwischen dem Ende der Politik des Sozialen Realismus und der Entstalinisierung der Volksrepublik Polen. Damals galt es als die avantgardistische Bühne Krakaus. Nach Entwürfen der Architekten Edmund Dąbrowski and Janusz Ingarden wurde das Theater zwischen 1954 und 1955 erbaut und bietet Platz für 420 Personen.

http://www.ludowy.pl/

Das Theater auf einer historischen Aufnahme (Quelle: Foto von Stanislaw Gawliński, Henryk Hermanowicz)

Łaźnia Nowa Theatre

 

Das Theater im Jahre 2013:

Łaźnia Nowa Theatre

Finnische Holzhäuser in Warschau

07Dez2013

Etwas kurios mag der Anblick ganzer Siedlungen aus finnischen Holzhäusern in größeren polnischen Städten sein. 

Finnische Holzhäuser in Warschau

Während der Zeit des Kommunismus bestanden Handlungsbeziehungen zwischen Polen und Finnland. Polen lieferte Kohle nach Finnland und erhielt dafür Holzhäuser in Fertigbauweise.

Schokolade aus Lemberg

04Dez2013

So schön verpackt - das kann nur ukrainische Schokolade aus Lemberg sein...

Schokolade aus Lemberg

Zurück im Blog...

04Dez2013

Ein Wettbewerb, eine Ladung als Zeuge vor dem Münchner Gericht und ein Meeting für ein Forschungsprojekt in Wien liegen seit dem letzten Blogeintrag zurück...Alles ist nun erledigt und es kann nun etwas ruhiger werden...

Die stade Zeit beginnt nun endlich, voller Vorfreude auf Weihnachten und die Reise in die Heimat.

Eine schöne Adventszeit!

Adventskranz

Trister Novembertag

23Nov2013

Heute hatte man das Gefühl, dass Krakau eingebettet in allzuviel grauer Watte das Licht der Sonne nicht erreichen kann. Vielleicht war es auch umgekehrt. Auf jeden Fall werden die Tage kürzer, die Nächte länger. So richtig hell und warm wirds nicht mehr, es scheint so, als ob der Winter vor der Tür stände...

Zudem lässt die Arbeit an einem Wettbewerb für Breslau einem an nichts anderes denken oder gar einen informativen Blogeintrag verfassen.

Nun denn, einen geruhsamen Sonnabend und einen schönen Sonntag morgen...

Projekte aus der Schublade Krakauer Architekten

22Nov2013

Einige interessante Projekte aus den Schubladen Krakauer Architekten wurden von der Polnischen Architektenkammer prämiert: http://www.zawod-architekt.pl/award/

Zeche Kattowitz

18Nov2013

Heute gibts keinen Eintrag, dafür dieses Bild der Zeche Kattowitz

 

Zeche Kattowitz

Gut, das war jetzt zu wenig Information. An der Zeche Kattowitz entsteht derzeit das neue Schlesische Museum.

Neues Schlesisches Museum

Weitere Informationen gibts hierzu auf den Seiten der Architekten aus Graz

Zeitgenössische Architektur in Polen

17Nov2013

Interessiert an zeitgenössischen Architekturprojekten aus Polen? Dann bist du hier richtig: http://www.bryla.pl

 

Musikakademie KattowitzAlt- und Neubau der Musikakademie Kattowitz - Einen schönen Sonntag!

Straßendörfer - eine gewachsene Struktur

16Nov2013

Fährt man von Krakau in eher dörfliche Regionen begegnet man sehr häufig langen Straßen mit schmalen Parzellen und dem Wohnhaus mit Vorgarten direkt an der Straße. Das ist zwar gerade in Mitteleuropa nicht selten, aber die starke Ausprägung dieser Siedlungsstruktur ist durchaus erwähnenswert. Das Luftbild zeigt einen Landstrich nordwestlich von Krakau.

Straßendörfer

Spodek - Die Untertasse von Kattowitz

15Nov2013

Die von den Architekten Maciej Gintowt, Maciej Krasiński und dem Ingenieur Andrzej Żórawski entworfene Veranstaltungshalle wurde nach einem Wettbewerb in den 50er Jahren und nach Verlegung des Standortes 1964 mit dem Bau begonnen und am 9.Mai 1971 eröffnet. Die Anlage trägt zuerst im Volksmund und nun offiziell den Namen "Spodek" (dt. Untertasse). Das Gebäude besteht neben der eigentlichen Arena, aus einer Eislaufhalle, einer Sporthalle und einem Zwei-Sterne-Hotel mit 50 Betten. Somit einsteht ein Volumen von 338.732 m³. Eine Besonderheit ist die Konstruktion des Hallendaches, welches in Form eines schräggestellten Diskusses mit Hilfe einer Tragseilkonstruktion in der sogenannten Tensegritybauweise errichtet wurde. Durch die Glaskuppel in der Mitte des Daches fällt Tageslicht in die Arena und versorgt dies mit natürlicher Belichtung.

Spodek

Die Wüste Polens

13Nov2013

Wüste Bledow

Wär hätte das gedacht, im Süden Polens befindet sich doch tatsächlich eine Wüste mit Recht beachtlichen Ausmaßen von 9 auf 4 km. In der Mitte des 20. Jahrhunderts wurde noch von typischen Wüstenphänomenen wie Fata Morganas, Sandstürmen und Oasen berichtet. Heute wächst die Wüste Bledow immer weiter zu, so dass reine Sandflächen immer seltener werden. Anfang der 40er Jahre diente sie zudem dem Deutschen Afrikakorps als Übungsgelände für deren Einsatz in Nordafrika.

Wüste Bledow

Der Einfluss kommunistischer Stadtplanung auf die Altstadt Kattowitzs

12Nov2013

Nach der Besetzung der Stadt Kattowitz durch die Rote Armee 1945 erfolgte ein wirtschaftlicher Aufschwung, mit dem die geplante Umwandlung in eine kommunistische Musterstadt erfolgte. Dies wurde betont durch die kurzzeitige Umbennung der Stadt in Stalinogród in den 50er Jahren. Der kommunistischen Stadtplanung fiel vorallem die historische urbane Stadtstruktur mit vielen Gebäuden der Gründerzeit zum Opfer. So wurde auch das Gesicht der Altstadt stark verändert, was heute noch gut erkennbar ist.

Altstadt Kattowitz

In der Kattowitzer Altstadt treffen Baukunst der Gründerzeit und Bauten der Moderne, des Realismus aufeinander.

Kattowitz

Anstatt des Bestandes wurden Plattenbauten errichtet wie hier am Rande der nördlichen Altstadt der 16-stöckige Wohnblock Superjednostka

 Superjednostka

Erbaut zwischen 1967 und 1972 sollte er Wohnraum für 2800 Menschen in 762 Wohungen schaffen. Eine gewisse Architekturverwandtschaft zu Le Corbusiers Unité d'Habitation ist erkennbar. Das Wohngebäude mit einer Grundfläche von 9.817 m² und einer Länge von 187 m beinhaltet neben den erwähnten Wohnung auch 17 Geschäfte und 175 Tiefgaragenplätze. Derzeit leben circa 1.300 Menschen in dem Gebäude, was zudem den Status einer unabhängigen Siedlung besitzt.

Superjednostka

Der Polnische Unabhängigkeitstag

11Nov2013

Heute, am 11. November begeht Polen den Unabhängigkeitstag. Anlass hierfür war die Wiedererlangung der Unabhängigkeit des polnischen Staates nach dem ersten Weltkrieg im Jahre 1918 nach 123 Jahren der Teilung, sei es durch Preußen, Österreich-Ungarn oder Russland. Auch in Krakau fand deswegen eine Parade von der Burg durch die Altstadt bis durch das Florianstor statt.

Der Polnische Unabhängigkeitstag

Der Polnische Unabhängigkeitstag  Der Polnische Unabhängigkeitstag  Der Polnische Unabhängigkeitstag  Der Polnische Unabhängigkeitstag  Der Polnische Unabhängigkeitstag  Der Polnische Unabhängigkeitstag 

Der Polnische Unabhängigkeitstag

Der Polnische Unabhängigkeitstag

Als eines der besten Beispiele des Brutalismus weichen musste...

09Nov2013

Eingeweiht am 4. Dezember 1971 galt der Bahnhof von Kattowitz als einer der modernsten Bahnhöfe Polens. Er ist im Stile des Brutalismus erbaut ist somit Zeuge zeitgemäßer Architektur der frühen 70er Jahre - ein Werk der späten Moderne. Seine plastische Bauweise aus 16 Betonpilzen ist sehr schlicht und einfach, doch zugleich auch beindruckend. Die Dimension der Masse gibt den ganzen monumentalen Charakter, wie einer Kathedrale.

Bahnhof Kattowitz

Bahnhof Kattowitz  Bahnhof Kattowitz  Bahnhof Kattowitz  Bahnhof Kattowitz

Diese Bilder stammen von der Protestbewegung gegen den Umbau des Bahnhofes. (https://www.facebook.com/BrutalzKatowic) Ebenso wie der folgender Text:

"Ich bin am 4. Dezember 1971 in Kattowitz geboren. Damals hielt man mich für den modernsten Bahnhof in Polen. Leider hält man es mir vor, dass ich in der Zeit des Volksrepublik Polen auf die Welt gekommen bin, man flickt mir die sozialistische Architektur am Zeug. Das stimmt nicht. Ich bin ein Werk der späten Moderne, ein Beispiel für Brutalismus. Ich füge unbescheiden hinzu, dass ich als ein Meisterstück und ein weißer Rabe der Architektur gelte. Ich bin einzigartig. Es gibt keinen anderen, der mir gleicht. Ich habe nur einige Brüder weltweit, aber sie sind kleiner und armer als ich. Ich hatte mehr Väter – Drei Tiger – Waclaw Klyszewski, Jerzy Mokrzynski, Eugeniusz Wierzbicki, die bekannten Architekten aus Warschau, und der geniale Ingenieur Waclaw Zalewski. Insgeheim ist auch Felix Candela einer von vielen Vätern. Er hat die Kelchkonstruktion erfunden, die auch unter dem Namen Pilz oder Regenschirm bekannt ist. Unter meinen frühesten Vorfahren ist auch der größte der großen – Le Corbusier, der den Grund zum Brutalismus gelegt hat. Von ihm habe ich die raue Haut geerbt – die Faktur des Sichtbetons. Bald verlasse ich euch für immer. Nichts hält ewig, sogar der Stein kann wieder zu Staub werden. Aber erinnerst du dich vielleicht an mich…"

Doch warum musste nun der Bahnhof weichen. Die Gründe hierfür liegen am Überdenken der Bahnhofssituation zur EM 2012 in Polen/Ukraine. Der Bahnhof Kattowitz galt ebenso als der dreckigste Ort in Kattowitz, weshalb Handlungsbedarf angebracht war. Ein Gutachten, das die Standsicherheit der bestehenden Betonstruktur in Frage stellte bedeutete den Abriss des alten Bahnhofs. 

Ein Wahrzeichen einfach abreißen - nein, das geht nicht! So erbaute man neben einem Einkaufszentrum die Betonpilzstruktur des alten Bahnhofs wieder neu auf (???) - eine interessante Art des Denkmalschutzes (!!!)

Bahnhof Kattowitz

Hier einige Impressionen des heutigen Bahnhofs mit angebautem Einkaufszentrum, in dem es an kalten, dunklen Tagen scheint, dass sich die gesamte Stadtbevölkerung darin befindet.

Bahnhof Kattowitz  Bahnhof Kattowitz  Bahnhof Kattowitz  Bahnhof Kattowitz

Bahnhof Kattowitz

Krakaus Route der Moderne

08Nov2013

Ist man auf der Suche nach Architekturprojekten der Moderne in Krakau wird man hier fündig:

Modernizmu

Die jungen Wilden

07Nov2013

Neben der eher konservativen Architekturhaltung haben sich auch ein paar junge Architekten Polens zu einer Gruppe zusammengeschlossen. Sie geben sich den Namen Awangarda jutra? - Die Avantgarde von morgen!

 

Awangarda jutra ?

Es sind die kleinen Momente die das Leben ausmachen...

06Nov2013

Immer nur vom großen Ganzen zu berichten macht keinen Sinn, da dies viel zu wenig Atmosphäre wiedergibt. Wie die Architektur eines Gebäudes nicht nur vom Entwurf im Maßstab 1:100 lebt, sondern aus vielen kleinen Details erst zu einem großen Gesamtkonzept wird, so benötigt man auch viele kleine Momente, um ein homogenes Bild einer Stadt zu zeigen. Deshalb hier einfach mal ein paar Schnappschüsse der letzten Wochen aus Krakau und Umgebung:

Adam

44 Men will Am Eck It´s dangerous Nova Huta

Desert Im Planty Auto Westen Osten

Und weg

Wenn Worte fehlen Unbeschreibliches zu beschreiben...

04Nov2013

Leere Dosen mit Zyklon B

  Auschwitz  Auschwitz  Auschwitz 

Zugegebenermaßen man wird über Schule und Dokumentarfilme über den Holocaust aufgeklärt. Doch sind es nur schwarz-weiß Filme, Erzählungen, die irgendwo in der Vergangenheit stattgefunden haben. Es scheint als liegt es so weit zurück, dass es einen als heranwachsenden Jugendlichen irgendwann nicht mehr großartig berührt. Doch steht man dann in Auschwitz vor Bergen mit Haaren der Ermordeten, Koffern, Schuhen, Kleidung...erhält man ein ganz anderes, ein reales Bild, von dem was hier geschehen ist. 

Auschwitz

Gute ungarische Küche

02Nov2013

Gute ungarische Küche gibts im Restauracja z Kuchnią Węgierską an der Grodzka Straße. Zudem auch günstig! Egészségedre!

 

Restauracja z Kuchnią Węgierską

Ein Lichtermeer zu Allerheiligen

01Nov2013

Ein Lichtermeer zu Allerheiligen

Die Marienkirche - Wahrzeichen Krakaus

01Nov2013

Marienkirche

Arzt, Hochschullehrer und Politiker

31Okt2013

Der polnisch-österreichische Joseph Dietl war ein richtiger Allrounder. Er studierte Philosphie in Lemberg, Medizin in Wien, war Rektor der Jagiellonen-Universität und Bürgermeister Krakaus. Noch heute trägt eine Prachstraße Krakaus seinen Namen: Ulica Jozefa Dietla. Diese entstand zwischen 1878 und 1880 anstelle der Alten Weichsel. Sehr für die Zuschüttung des Flussbettes eingesetzt wurde seine Idee erst nach seiner Amtszeit als Bürgermeister verwirklicht.

Auf Grund der Zweifachbespurung in beide Richtungen für Autos und das Anlegen der Tramtrasse, ist die Achse eher fußgängerunfreundlich. Zudem kommt eine Lärm- und Abgasbelastung durch den starken Verkehr hinzu.

Joseph Dietl Strasse

Der Wawel - Sitz der polnischen Könige

27Okt2013

Über Jahrhunderte war der Wawel Residenz der Könige Polens. Von hier weiterte sich die Stadt Krakau aus, sodass die Burg heute zwischen Altstadt und Weichsel, beziehungsweise dem Stadtviertel Kazimierz liegt.

Der Wawel

Der Wawel

Der Wawel  Der Wawel  Der Wawel 

Der Wawel  Der Wawel

Der Wawel

Gelungene Integration von zeitgemäßer Architektur in historischem Umfeld

26Okt2013

Der Pawilon Wyspianski 2000 am Wszystkich Świętych Platz zählt zu den wenigen Gebäuden zeitgemäßer Architektur im Herzen Krakaus. Das 2007 von Krzysztof Ingarden fertiggestellte Projekt fügt sich durch eine zeitgemäße Interpretation einer Ziegelfassade in die Umgebung ein. Die Ziegelfassade lässt das Gebäude leicht und schwebend wirken. Im Inneren befindet sich eine Informationszentrum und eine ständige Kunstgalerie, zu dem Räumlichkeiten für Veranstaltungen.

Pawilon Wyspianski 2000  Pawilon Wyspianski 2000  Pawilon Wyspianski 2000  Pawilon Wyspianski 2000  Pawilon Wyspianski 2000  Pawilon Wyspianski 2000

Nebelnächte im Oktober

25Okt2013

Eine eindrucksvolle Atmosphäre bildet der Nebelschleier in der Altstadt Krakaus vor den Kulissen der Marienkirchen und den Tuchhallen.

    Nebelnächte im Oktober  Nebelnächte im Oktober

Die Geschichte Polens - In 8 Minuten

22Okt2013

In einem animierten 8-Minuten Streifen zeigte sich Polen auf der World Expo 2010 in Shanghai. Erstellt von Tomasz Bagiński.

Sonnenuntergang auf der Weichsel

21Okt2013

Aufgeglaste Fassaden lassen den Sonnenuntergang auch mit Blick Richtung Norden erleben...

Krakau Sonnenuntergang auf der Weichsel

Ein Treffen in Mantova

15Okt2013

Meine Arbeit als Projektmitarbeiter am Institut für Architektur und Raumentwicklung an der Universität Liechtenstein bescherte mir eine Reise nach Mantova in Norditalien. Von Krakau über Frankfurt nach Verona ging es mit dem Flugzeug, um dann von dort mit dem Bus nach Mantova zu fahren. Interessant war es den direkten Vergleich zwischen Krakau und Mantova zu erleben. Zwei gänzlich unterschiedliche Atmosphären.

Mantova

Man heizt mit Kohle...

13Okt2013

Gerade wenn es wieder kühler wird, sieht man oft Kohlerückstände auf den Gehsteigen und neben kleinen Öffnungen in den Fassaden der Krakauer Stadthäuser. Ein schon fast ungewöhnliches Bild, aber man wirft Kohle über den Abwurfschacht in den Kohlekeller.

Coal

Laetus Bernatek Fußgängerbrücke

12Okt2013

Die 145 Meter lange Brücke für Fußgänger und Radfahrer verbindet das Kazimierz-Viertel mit dem Stadtteil Podgórze. Ein einzelnes Rohr als Träger nimmt die lasst der zwei Überwege auf und trägt sie in die Auflager bei den Ufern in den Boden.

Laetus Bernatek Fußgängerbrücke

Laetus Bernatek Fußgängerbrücke

Laetus Bernatek Fußgängerbrücke  Laetus Bernatek Fußgängerbrücke

MOCAK - Museum of Contemporary Art in Krakow

12Okt2013

Diesmal hatte das MOCAK endlich offen und wir konnten die Ausstellung besichtigen, wobei derzeit auch Umbauarbeiten im Erdgeschoss stattfinden, weshalb man nur in die scheinbar dauerhafte Ausstellung im Untergschoss gehen konnte.

Das Gleichgewicht zwischen Gebäudevolumen und Austellungsstücke ist etwas unproportional. Auch wenn Kunst seinen Raum braucht wirkt das Gebäude im Großen und Ganzen etwas leer. Vielleicht sollte man es erst wieder besuchen, wenn keine Umbauarbeiten stattfinden.

MOCAK - Museum of Contemporary Art in Krakow

MOCAK - Museum of Contemporary Art in Krakow

MOCAK - Museum of Contemporary Art in Krakow

Ein paar Aufnahmen des Museums mit Cafe

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Ein paar Impressionen zu den Exponaten

MOCAK - Museum of Contemporary Art in Krakow

 

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Park Inn Hotel von Jürgen Mayer H.

11Okt2013

Ein Beitrag zu Architektur und Werbung beziehungsweise Verständnis für Ästhetik und Realität... Hier zur Architekturphotographie

Park Inn Hotel von Jürgen Mayer H. Architekten

Park Inn Hotel von Jürgen Mayer H. Architekten

Park Inn Hotel von Jürgen Mayer H. Architekten Detailaufnahme aus "Werbung auf Architektur"

Postmodernes Kloster - Eine Ikone der polnischen Architektur

10Okt2013

Postmodernes Kloster Krakau

Südlich der Weichsel im Süd-Westen der Altstadt trifft man auf einen Klosterkomplex aus der Zeit der Postmoderne. Realisiert wurde es zwischen 1985-1993 vom in Krakau gefeierten Architekten Dariusz Kozłowski. Mit im Team waren zudem Wacław Stefański und Maria Misiagiewicz z zespołem. Das Wyższe Seminarium Duchowne Zgromadzenia XX Zmartwychwstańców zählt zu den Ikonen der polnischen Architektur.

Postmodernes Kloster Krakau

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Wohnkomplex an der Kreuzung Monte Cassino-Kapelanka-Straße

09Okt2013

  Wohnkomplex an der Monte Cassino Straße

Luftbild Wohnkomplex an der Monte Cassino-Straße

Wohnkomplex an der Monte Cassino Straße  Wohnkomplex an der Monte Cassino Straße  Wohnkomplex an der Monte Cassino Straße  Wohnkomplex an der Monte Cassino Straße

Abgabe und Erkältung

07Okt2013

...das Wochenende über ist wenig passiert. Da eine Abgabe bis Montag fertig gemacht werden musste wurde im Büro mit nur wenigen Unterbrechungen seit Freitag durchgearbeitet. Eine Erkältung erledigte den restlichen Ansporn einen Blogeintrag zu verfassen. Sucht man eine Apotheke mit Englischsprachigem Personal wird man derzeit in der Lubicz-Strasse, an der Kreuzung zur Rakowicka-Strasse fündig. Na zdrowje!

Abendstimmung

06Okt2013

Der Blick zum Wawel vom südlichen Weichselufer aus...

Der Blick zum Wawel vom südlichen Weichselufer aus

Nationalpark Ojców

29Sept2013

Der kleinste Nationalpark Polens liegt 16km nördlich von Krakau. Auf Grund von Karstwasser formte sich hier eine pittoreske Landschaft, welche Schluchten, Täler und Höhlen aufweist. Die saubere Luft, das klare Wasser des Prądnik-Flusses und die mannigfaltigen Herbstfarben bilden einen deutlichen Gegensatz zur Atmosphäre in der Stadt und laden zum Durchatmen an einem warmen Septembertag ein. Zudem befinden sich Aussichtspunkte, eine Burgruine und mehrere Restaurants an den Wegen.

Nationalpark Ojców

Nationalpark Ojców  Nationalpark Ojców  Nationalpark Ojców  Nationalpark Ojców

Nationalpark Ojców

Auf Geheiß des Zaren Nikolai I.

28Sept2013

Nördlich Krakaus auf dem Weg von Skała nach Ojcow kamen wir an einer hölzernen Kapelle vorbei. Das Außergewöhnliche an der Kapelle St. Josef des Handwerkers ist ihr Standort direkt über dem kleinen Fluss Prądnik. Auf Geheiß des Zaren Nikolai I. war es den Einwohnern verboten auf Ojcower Boden sakrale Gebäude zu errichten. Die findigen Kapellenerbauer stellten deshalb den Holzbau auf Pfeilern direkt "auf das Wasser". Der historische Baukörper aus dem Jahre 1901 hat den Grundriss eines Kreuzes und vereint Bauelemente des sogenannten Schweizer-Ojcower und des Zakopane-Stils. Im Inneren befinden sich drei Altäre, die die Form von Bauernhausgiebeln ausweisen.

Kapelle auf dem Wasser  Kapelle auf dem Wasser

Der wahrscheinlich beste Drink der Stadt

27Sept2013

Ist man auf der Suche nach dem besten Drink der Stadt, wird man im DYM (św. Jana 13, direkt gegenüber der Kapelle, die aus dem Raster der Blockrandbebauung fällt) sehr gut fündig. Reingehen, "Kawior" (dt. Kaviar) bestellen und genießen. Zudem zählt die Lokalität zur Architekturszene der Stadt.

Sich einen Überlick verschaffen...

24Sept2013

Will man sich einen Überblick über Krakau mit Umland verschaffen oder ist man auf der Suche nach einem 360°-Panorama ist man auf dem Kopiec Kościuszki genau richtig.

Kopiec Kościuszki

Fertiggestellt wurde der künstliche Hügel im November 1823 zum Gedenken an den Nationalhelden Tadeusz Kosciuszko, welcher 1794 den Aufstand gegen die Teilungsmächte Preußen und Russland anführte. Unter dem 34 Meter hohen Hügel befinden sich mit polnischer und amerikanischer Erde gefüllte Urnen. Diese Erde stammt von Schlachtfeldern auf denen Kosciuszko kämpfte.

Während der österreichisch-ungarischen Zeit wurde eine Zitadelle um den Hügel gebaut, welcher von nun an als strategischer Aussichtspunkt genutzt wurde.

Wawel and power station

 

Panorama Krakau  Panorama Krakau  Panorama Krakau  Panorama Krakau   Kopiec Kościuszki

Luftfahrtmuseum in Krakau

21Sept2013

Als zeitgemäßes Beispiel für Architektur in Krakau ist das Flügeldreieck des Berliner Architekturbüros Pysall.Ruge zu erwähnen, welches auch schon durch die ein oder andere Architektur- und Designzeitschrift gejagt wurde. Natürlich hatte ich mich zuvor schon über das Projekt informiert, den Entwurfsgedanken verinnerlicht und über die Projektfotos gestaunt. Ein wirklich gelungenes Projekt! Darstellung auf ArchDaily und Baunetz.

Steht man dann davor sieht man, wie sehr Architekturphotographie und Wirklichkeit auseinanderliegen und, dass wirklich gute Architektur wirklich eines können muss: Sie muss dem Leben standhalten. Da gibt es Fahnenmasten, Verkehrszeichen, Veranstaltungsplakate, ein Austellungsstück vor dem Gebäude und seltsamerweise zwar nicht markierte Stellflächen, aber trotzdem genügend Platz vor dem eigentlich doch recht repräsentativen Eingang zum Museum um sein Automobil abzustellen. Da es noch einen Besucherparkplatz gibt, schließe ich darauf, dass hier die Angestellten des Museums parken. Das Gebäude wirkt viel wuchtiger von aussen und im Inneren ist es viel dunkler als auf den Fotos...Nevertheless:

Luftfahrtmuseum Krakau

 

Luftfahrtmuseum Krakau Luftfahrtmuseum Krakau Luftfahrtmuseum Krakau Luftfahrtmuseum Krakau Luftfahrtmuseum Krakau Luftfahrtmuseum Krakau Luftfahrtmuseum Krakau Luftfahrtmuseum Krakau Luftfahrtmuseum Krakau 

Hauptpostamt Krakau

19Sept2013

Am süd-östlichen Rande der Altstadt befindet sich das Hauptpostamt Krakaus. Dieses wurde nach Entwürfen des österreichischen Architekten (k.k. Oberbaurat) Friedrich Setz in den Jahren 1887-1889 erbaut. Aus seiner Hand entstanden im Gebiet des österreich-ungarischen Cisleithaniens insgesamt 26 Postgebäude. Diese befinden sich in Bozen, Bregenz, Tschernowitz, Goblanz an der Neiße, Graz, Karlsbad, Laibach, Lemberg, Olmütz, Trient, Triest und Troppau.

Hauptpostamt Krakau

Im Alltag angekommen - der Herbst steht vor der Tür

18Sept2013

...über was schreiben, wenn nichts passiert. Aufstehen, in die Arbeit, den Abend genießen, ins Bett fallen. Der Herbst steht vor der Tür, es wird kühler und die Blätter färben sich...was passt hier nicht besser als das Herbstgedicht Rilkes, ein Gedicht zwischen Depression und großer Hoffnung (als Hintergrundmusik empfehle ich: http://www.youtube.com/watch?v=7oEl-E3ZlMs):

Herr: es ist Zeit. Der Sommer war sehr groß. 
Leg deinen Schatten auf die Sonnenuhren, 
und auf den Fluren laß die Winde los. 

Befiehl den letzten Früchten voll zu sein; 
gieb ihnen noch zwei südlichere Tage, 
dränge sie zur Vollendung hin und jage 
die letzte Süße in den schweren Wein. 

Wer jetzt kein Haus hat, baut sich keines mehr. 
Wer jetzt allein ist, wird es lange bleiben, 
wird wachen, lesen, lange Briefe schreiben 
und wird in den Alleen hin und her 
unruhig wandern, wenn die Blätter treiben. 

Kino Wanda

14Sept2013

Auf dem Weg zum Postamt lief ich heute an diesem Supermarkt vorbei:

Kino Wanda

Die auffällige Fassade mit Ornamenten aus der Zeit des Jugendstils, eine lichte Raumhöhe im Inneren von geschätzen 8 Metern und eine Galerie im Inneren machten mich neugierig. Eine kleine Recherche zu dem Gebäude ergab dann, dass hier das Kino Wanda am 16. November 1912 eröffnete und Platz für 500 Zuschauer bot. Die Leinwand bemaß 7,5 auf 5,5 Meter. Ein Photo aus dem Jahre 1930:

Kino Wanda 1930

Manggha Centre of Japanese Art and Technology

13Sept2013

Auch wer nicht unbedingt an japanischer Kunst interessiert ist für den ist das Manggha Centre of Japanese Art and Technology einen Besuch wert. Auf der anderen Seite des Weichsel gegenüber dem Wawel gelegen entsteht hier gerade ein großkörniges Bauwerk nach dem anderen. Das Manggha Museum wurde 1994 von Arata Isozaki, einem japanischen Architekten in Kooperation mit Krakauern Architekten, wie Krzysztof Ingarden, Jacek Ewy and JET Atelier entworfen. Aufgrund der historischen und identitätsstiftenden Umgebung zum Wawel wurde eine neutrale Formensprache gewählt, welche absichtlich ein eher distanziertes Verhältnis zur japanischen wie auch zur polnischen Architektur aufweist.

Manggha Centre of Japanese Art and Technology


Besonders fasziniert an der Ausstellung hat mich die Technik des Tatebanko - eine fast vergessene Darstellungsform sowohl für den Außenraum, als auch den Innenraum.

Tatebanko  Tatebanko

Öffnungszeiten täglich 10.00-18.00 außer Montags, Eintritt für Studenten 10 

Touristisch, aber einen Besuch wert

12Sept2013

Wer nichts gegen ab und an touristisch überlaufene Orte hat, für den ist das Gasthaus Pod Wawelem sicher zu empfehlen. Die Küche hat einen starken bayerischen/österreichisch-ungarischen Einschlag. Für 66 zl kann man sich hier eine Wurst-und Fleischplatte für zwei Personen (würde auch für 4 reichen) bestellen, wobei hier die zwei Bier auch schon mitdabei sind.

Panierte Niere, Leber, Schnitzel, Speck, Blutwurst, Bratwurst, Zwiebeln, Bratkartoffeln, Curryreis bekommt man dann! Sehr zu empfehlen! Prost!

 

Pod Wawelem

Einen Blick an die Fassade werfen

10Sept2013

Fassade ist Ausdruck von Innen nach Außen, 

und macht Eindruck von Außen nach Innen.

Bröckelt die Fassade kann man einen Blick dahinter werfen.

Fassade

Flohmarkt

08Sept2013

Wessen romantische Vorstellungen eines Flohmarktes mit wertvollen antiken, historischen Gegenständen durch allzuviele Klamotten, Kinderspielzeug und Plastik-Zeug aus den 90er Jahren noch nicht zerstört wurden, der wird Sonntags ab 8.00 Uhr auf dem Flohmarkt am Hala Targowa gut fündig. Historische Möbel, Gemälde, goldene Holzrahmen, Säbel und Gewehre, Kronleuchter, Holzkisten etc.

Nowa Huta - Ein Beispiel sozialistischer Stadtplanung

07Sept2013

Würde man Krakau beschreiben, so wäre es eine symphatische Stadt mit Charme, Atmosphäre, historischer Bausubstanz und urbanem Leben. Zudem geprägt durch eine jahrtausend lange Geschichte, Sitz der polnischen Könige, geprägt durch das Zusammenleben von Christen und Juden über Jahrhunderte...

Geht man nach Nowa Huta so hat man das genaue Gegenteil, ein Ort ohne Geschichte, eine Planstadt auf dem Reißbrett entworfen, aus dem Boden gestampft nach der sozialistischen Ideologie - nach einer Ideologie, die keine Religion zulassen wollte.

Das Viertel orientiert sich im Großen und Ganzen an einen Hauptplatz von dem aus fünf Hauptalleen strahlen und die Blockrandbebauung erschließen lassen.

Theater in Nowa Huta

Nowa Huta Nowa Huta Nowa Huta Nowa Huta Nowa Huta Nowa Huta

Heute scheint es der soziale Brennpunkt Krakaus zu sein. Das sonst in ganz Polen geltende Verbot Alkohol in der Öffentlichkeit zu trinken scheint aufgehoben, auf dem zentralen Platz in den die gesamte für circa 220.000 Menschen konzipierte Anlage mündet, (entschuldigen Sie bitte für die direkte Aussprache) uriniert ein Betrunkener direkt vor uns an die Laterne. Es dürfte gerade Mittag gewesen sein. Vom Hauptplatz hat man zudem einen "wunderschönen" Blick auf die Kühltürme des nächsten Kraftwerkes.

Bereits 1952 gründete sich in diesem Stadtteil eine Pfarrgemeinde, welche ein hölzernes Kreuz errichtete. Dem sozialistischem Regime war dieses Kreuz ein Dorn im Auge, da sie ja eine religionsfreie Stadt konzipierten. Folglich kam es immer wieder zu gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen Anwohnern und Gemeindemitgliedern auf der einen und Polizei und Armee auf anderer Seite. Dieser jahrelange Kampf forderte zudem auch Todesopfer. Durch den Einsatz des damaligen Erzbischofs Karol Wojtyla, welcher wiederholte Male, trotz Widerstand der Behörden eine Messe im Freien abhielt, wurde 1965 eine Baugenehmigung für eine Kirche erteilt. Schließlich kam es 1977 zur Fertigstellung der Kirche der Mutter Gottes, der Königin von Polen (poln. auch Arka Pana - Arche des Herrn genannt)

Arka Pana in Nowa Huta

Arca Pana in Nowa Huta Arca Pana in Nowa Huta Arca Pana in Nowa Huta Arca Pana in Nowa Huta Arca Pana in Nowa Huta Arca Pana in Nowa Huta Arca Pana in Nowa Huta

Ähnlichkeiten des Kirchenbauwerks, erbaut nach den Entwürfen des Architekten Wojciech Pietrzyk mit Le Corbusiers Kapelle Notre-Dame-du-Haut de Ronchamp sind nicht von der Hand zu weisen.

Desweitern kann man im Stadtteil Nowa Huta auf die Kosciol Zbawiciela - Kirche antreffen:

Kosciol Zbawiciela  Kosciol Zbawiciela


Deutsche Emailewarenfabrik

06Sept2013

Oskar Schindler übernahm hier 1939 eine stillstehende Emailewarenfabrik und stellte Küchengeräte für die deutsche Wehrmacht her. Etwa 1200 jüdische Zwangsarbeiter die bei ihm angestellt waren, bewahrte er vor der Ermordung in den Konzentrationslagern.

Heute beinhaltet ein Teil des Fabrikgebäudes eine Ausstellung über die Deutsche Okkupationszeit 1939-1945 in Krakau. Die Ausstellung ist realitätsnah und zeitgemäß gestaltet, arbeit mit Hintergrundmusik, unterschiedlichen Materialien und Bodenbelägen und diversen interaktiven Objekten. Sehr sehenswert!

Desweiteren beinhaltet ein anderer Teil des Fabrikgebäudes das MOCAK - Museum of Contemporary Art in Krakow - zu diesem aber an anderer Stelle mehr.

Oskar Schindlerwerke 

Oskar Schindlerwerke  Oskar Schindlerwerke

Cricoteka - Art Museum for Tadeusz Kantor

06Sept2013

Eine der größten und langwierigsten Baustellen der Stadt Krakau befindet sich am Südufer der Weichsel im Westen der ehemaligen Schindlerwerke. Ein Wettbewerb sollte hierfür eine Lösung finden, die denkmalgeschützte Werkstatt zu erhalten. Die Lösung ist ein Brückenbau über das historische Gebäude.

Cricoteka - Art Museum for Tadeusz Kantor

Das Leben ist schön...zumindest in Krakau

05Sept2013

Dies ist der Titel eines Erfahrungsberichtes von Ben Leiffheidt, welcher 2011/12 in Krakau ein Auslandssemester absolvierte. Dieser Bericht begeisterte mich für diese Stadt. Und ich kann es (bis jetzt) eigentlich nur unterstreichen, wobei ich es weniger als München Polens bezeichnen würde, sondern vielmehr als eine Mischung aus Regensburg und Prag, aber letztendlich ist Krakau einfach Krakau. Eine unvergleichbare Stadt im Süden Polens mit soviel Charme und Atmosphäre, die einem nach zehn Semestern Architekturstudium lehrt das Leben zu genießen, fünf Gänge zurückzuschalten, einmal abschalten, Gedanken schweifen zu lassen, ... getreu dem neoterischen Dichtungsideal aus Catulls carmina 5:

Vivamus, mea Lesbia, atque amemus
Rumoresque senum severiorum 
Omnes unius aestimemus assis!

Soles occidere et redire possunt:
Nobis cum semel occidit brevis lux,
Nox est perpetua una dormienda.

Da mi basia mille, deinde centum,
dein mille altera, dein secunda centum,
deinde usque altera mille, deinde centum.

Dein, cum milia multa fecerimus,
conturbabimus illa, ne sciamus 
aut ne quis malus invidere possit,
cum tantum sciat esse basiorum.

Mobil erreichbar...

04Sept2013

...wer für einige Zeit in Polen bleibt ist gut beraten sich zumindest für 5 ztl eine SIM-Karte zu holen, die gibts in jedem kleineren Supermarkt und Rossmann zu finden. Diese Prepaid-Karten beinhalten dann auch schon 5 ztl Guthaben. Bei den meisten wird auch kostenloser SMS Versand ins gleiche Netz angeboten. In Zeiten von whatsapp greift man dann auch mal gerne wieder auf die hier günstigere Variante SMS zurück, wobei zudem sehr viele Cafes etc. freies wifi haben und das telefonieren insgesamt viel billiger ist, als in Deutschland.

Luftfahrtmuseum

03Sept2013

Demnächst schauen wir uns das Luftfahrtmuseum in Krakau an...ich werde berichten. Vorab schon einmal ein Bericht aus dem Baunetz: http://www.baunetz.de/meldungen/Meldungen-Luftfahrtmuseum_in_Krakau_eingeweiht_1308629.html

 

Ampeln

03Sept2013

Achja, was einem sehr schnell auffällt, wenn man über eine größere Straße will, die Ampeln schalten nicht alle gleichzeitig um, sondern sehr verschieden, was zu seltsamen Situationen führt und zum Anblick hetzender Menschen, die noch die andere Seite der Straße zu erreichen versuchen. Da hat sich heute morgen auf die Ampel wartend eine ältere Dame zu mir gedreht und irgendwas auf polnisch gesagt und geschmunzelt. Viel habe ich nicht verstanden, aber es ging wohl auch um die seltsame Ampelschaltung. Verwundert also nicht nur Neulinge in der Stadt, sondern auch Einheimische, so scheint mir zumindest...

...auf dem Weg ins Praktikum

02Sept2013

ulica Mikolaja Kopernika

Verständigung und so...

01Sept2013

...so nach einer Woche Aufenthalt in Krakau kann ich sagen, dass man zu 90% mit Englisch weiterkommt. Die restlichen 10% kann man improvisieren :) Have a nice day!

Flohmarktbesuch

01Sept2013

Voller Freude ging es heute morgen auf den Flohmarkt am Plac Nowy im Kazimierz-Viertel. Auf der Suche nach antiken beziehungsweise historischen Gegenständen wurde unsere romantische Vorstellung eines Flohmarktes leider durch viel zu viele Klamotten, Schuhe und Parfums zerstört. Hinzu kam ein Regenschauer welcher uns die heimischen vier Wände aufsuchen lies.

Status eines Prozesses

31Aug2013

...nun klingt die Überschrift spannender als der Inhalt. Das Dach einer Kirche wird erneuert:

Das erste Aufwachen im neuen Heim...

31Aug2013

Der erste morgendliche Blick aus dem Schlafzimmer in den Ess- und Wohnbereich...

 

...der Morgen danach

30Aug2013

Raus aus dem Hostel - rein ins Leben. Mit vollem Wagen gehts zum bewachten Parkplatz. Doch leider stellte sich später herraus, dass dieser nur für 24h gedacht ist. Der Wächter kann kein Wort Englisch oder Deutsch. Mit Händen und Füßen versuchen wir ihm unser Anliegen den ganzen September parken zu wollen zu erklären  -  und das nicht für die von ihm pro Tag hochgerechneten 350 Zloty. Wie gut, wenn man Freunde hat. Wir rufen unsere Freunde aus Krakau an, die mit dem Wächter verhandeln, darauf hin ruft unser Freund den Manager an. Diese verhandeln....für 250 Zloty pro Monat können wir nun parken! Und das ist gerade mal 800 Meter von unserer zukünftigen Wohnung entfernt. Ende gut, alles gut! Auto geparkt!

Gehen wir zur Wohnung in der ulica Jozefa Dietla. Der erste Eindruck zählt, Altbau, gut erhalten beziehungsweise saniert, das Treppenhaus sauber, Holztreppe... die Wohnung mit altem Holzdielenboden im Fischgrätmuster verlegt. Das Knarzen beim Darüberlaufen verbreitet eine angenehme Atmosphäre. Geschätze sechs Meter lichte Raumhöhe lassen die 42 m² Wohnung um einiges größer erscheinen. Tisch, Stühle, eine Couch, vollausgestatte Küche, Bett, Einbauschränke und Waschmaschine - alles da was man braucht. Wir nehmen sie!

Danach gehts direkt ins Ikea, weitere Kleinigkeiten kaufen. Circa 15 Minuten mit dem Auto dauert es bis zum Ikea, da Freitag Nachmittag ist zieht es sich ein wenig. Danach schaun wir gleich nebenan in den Makro - ein Markt, bei dem es wirklich alles gibt, ähnlich wie in Deutschland die Metro. Hier kann man aber auch einkaufen, ohne Ausweis. 

Mit der Grundaustattung an Lebensmitteln gehts wieder Richtung neuer Wohnung, alles einladen, Auto abstellen, heimgehen ankommen, Feierabend!

fuck the context

28Aug2013

...der heutige Spaziergang durch Krakau lies mich auf der wohlklingenden ulica Miodowa, was auf deutsch soviel heißt wie "Honigstraße" auf ein Gebäude stoßen, das zwischen all den historischen, verzierten Lochfassaden gänzlich aus dem Rahmen fällt. Das Eckgebäude beherbergt eine Schule und im darüber schwebenden Kubus mit großer Panoramaöffnung nach Süden befindet sich die Turnhalle. Eine städtebauliche Interessante Ecksituation, ohne Bezug auf den Kontext zu nehmen. Fuck the context!

Vor der Haustür...

28Aug2013

             

Wohnungssuche

27Aug2013

Vor der Reise nach Krakau haben wir bereits einige Wohnungen auf unzähligen Seiten rausgesucht, und auch schon angeschrieben, aber alles nicht länger als eine Woche vor der Ankunft in Krakau. Fündig wurden wir letztendlich hier http://www.krakowflats.com 

Weitere Adressen waren: http://www.justhome.pl/Krak%C3%B3w

http://tablica.pl/nieruchomosci/mieszkania-do-wynajecia/krakow/

http://www.property-krakow.com/property/longterm

http://www.domiporta.pl/wynajme-mieszkanie-krakow?Localization=Krak%C3%B3w

Manch einer wurde auch hier fündig: http://www.wg-gesucht.de/

...der erste Morgen in Krakau

26Aug2013

...die Stadt erkunden. Das erste Gebäude das sich in meinen Fokus drängt ist das Jubilat-Einkaufzentrum. Fertiggestellt 1969 war es das größte Einkaufszentrum Krakaus. Von Einheimischen haben wir erfahren, dass es noch immer in Betrieb ist und gut fuktioniert. Ein Grund hierführ ist vorallem, dass Handwerker wie Schuhmacher und auch Schneider ihre Läden darin haben. Ein Konzept, welches heute wohl durch große Ketten und Firmen verdrängt wurde.

 Jubilat im Modell  

...weitere Impressionen:

beer and kasimir  dragon  bricks of wawel   wawel

...und ab nach Krakau!

25Aug2013

Wie vor jeder Reise, ob für kurze oder lange Zeit kommt es zum Abschied. Man verabschiedet sich von der Familie, von seiner gewohnten Umgebung. Man fährt das letzte mal durch die Stadt in der man aufgewachsen ist. Vorbei an soviele Ecken des Vertrauten...

 

Wir wählen die Nordroute von Neunburg vorm Wald, über Hof, Dresden, Görlitz, Breslau und schließlich nach Krakau. Die A4 ist gut ausgebaut, so dass wir innerhalb 8 Stunden mit Pausen im Hostel ankommen. Auto auf einem abgesperrten Grundstück geparkt, Zimmer bezogen und ab gehts in die Altstadt. Wie wir schon am ersten Tag festgestellt haben, das Essen ist wirklich günstig! Mahlzeit!